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König & Cie. Renditefonds 73 – Produktentanker-Fonds IV

König & Cie. Renditefonds 73 – Produktentanker-Fonds IV (MT „DOUGLAS“ / MT „KING DANIEL“)

Die Anleger haben bis heute 11,5 % (Standardkommanditisten) bzw. 22 % (Vorzugskommanditisten) ihres ursprünglichen Kapitals zurückgehalten. Dies ist wenig erfreulich, sollten die Anleger doch laut Emissionsprospekt bis zum Jahr 2017 ca. 69 % (Standardkommanditisten) bzw. ca. 54 % (Vorzugskommanditisten) an Ausschüttungen erhalten. Insgesamt wurden den Anlegern rund 154% (ohne Verkaufserlös) bzw. rund 219% (inkl. Verkaufserlös) bezogen auf das nominale Standardkommanditkapital an Auszahlungen prognostiziert.

Es bestehen Zweifel, ob die Geschäftsführung in der Vergangenheit hinreichend Kontroll- und Aufklärungsaktivitäten zum Wohle der Gesellschaft entfaltet hat. Insbesondere dürfte die starke wirtschaftliche Nähe zwischen Schiffsmakler und Charterer des MT „KING DOUGLAS“ verwundern.

Im Einzelnen:

1.    Warum differierten die Einnahmen der beiden Schiffe in den Jahren 2013 bis 2015 so eklatant?

Beide Tanker des Fonds waren zunächst für fünf Jahre an die ST Shipping and Transport Pte. Ltd. verchartert. Nach Ablauf dieser Festcharter wurde am 22.06.2013 der MT „KING DOUGLAS“ zurückgeliefert, sodann am 13.08.2013 der MT „KING DANIEL“.

Den Geschäftsberichten der Jahre 2014 und 2015 könnten die Anleger entnehmen, dass der MT „KING DANIEL“ in 2014 im Durchschnitt USD 15.282/Tag und im Jahr 2015 USD 19.127/Tag erwirtschaftete. Dahingehend konnte der MT „KING DOUGLAS“ nur wesentlich schlechtere Charterraten erzielen, konkret im Jahr 2014 durchschnittlich USD 14.192/Tag und im Folgejahr 2015 USD 14.932/Tag.
   
Sicherlich fällt der eklatante Unterschied zwischen den Charterraten der beiden Tanker ins Auge. Möglicherweise bestand hier ein Interessenkonflikt bei der Vercharterung der MT „KING DOUGLAS“, der sich zu Lasten der Interessen der Gesellschafter ausgewirkt haben könnte und über den die Gesellschafter offensichtlich weder durch die Geschäftsführung noch durch den Beirat aufgeklärt wurden.

2.    Hintergründe des möglichen Interessenkonfliktes

Bekanntermaßen wurde der geschlossene Schiffsfonds im Jahr 2008 von der König & Cie. GmbH & Co. KG angeboten. Vertragsreeder beider Tanker war laut Emissionsprospekt die Scorship Tankers GmbH & Co. KG. Die Scorpio Ship Management s.a.m. wurde gemäß Emissionsprospekt als Schiffsmakler verpflichtet. Diese hatte daher den Auftrag, Beschäftigungsverträge für die Schiffe zu vermitteln und auszuhandeln.

Mit-Geschäftsführer der Scorship Tankers GmbH & Co. KG und gleichzeitig Managing Director der Scorpio Ship Management s.a.m. war Emanuele A. Lauro.

Mit dem Geschäftsbericht 2012 wurden die Kommanditisten kommentarlos darüber informiert, dass nach der Rücklieferung neuer Charterer des MT „KING DOUGLAS“ die Scorpio Tankers Inc. Chartering and Trading Ltd. sei. Diese Gesellschaft ist nach unseren Recherchen eine Tochter der Scorpio Tankers Inc., deren Chairman and Chief Executive Officer wieder Emanuele Lauro ist.

Ein Interessenkonflikt könnte sich aufdrängen, wenn auf Seite des Vertragsreeders, Schiffsmaklers und Charterers dieselbe Person in entscheidender Position zu finden ist. Insbesondere die Interessen des Schiffsmaklers und Charterers dürften gegenläufig sein. So liegt es natürlich im Interesse eines Charterers möglichst wenig zu bezahlen, während der Schiffmakler eigentlich möglichst hohe Charterraten für die Fondsgesellschaft erzielen sollte.

Die niedrigen Charterraten der MT „DOUGLAS“ im Vergleich zur MT „KING DANIEL“ könnten möglicherweise belegen, dass sich das mit dem Interessenkonflikt verbundene Risiko zu Lasten des Fonds auch verwirklicht hat.
 
Ausweislich der Handelsplattform www.zweitmarkt.de wurden Anteile (Standardkommanditkapital) an dem König & Cie. Renditefonds 73 –  Produktentanker-Fonds IV zuletzt am 03.07.2017 zu einem Kurs von 9,00 % gehandelt (Stand 13.07.2017).

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