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P&R Seecontainer Insolvenz

50.000 Anleger, die in Seecontainer der P&R-Gruppe investiert haben, mussten zum Frühlingsanfang eine Schocknachricht verdauen. Drei von vier Vertriebsfirmen der Gruppe mit Sitz in Grünwald bei München haben am 15.03.18 Insolvenz angemeldet. Es droht der Totalverlust von 3,5 Milliarden Euro. Die Pleite des Container-Finanzierers Magellan im Jahr 2016 mit „nur“ 9.000 Anlegern ist im Vergleich zu dieser Mega-Insolvenz ein kleiner Fisch.

Wie ist der Hintergrund?

Direktinvestments in Seecontainer als Geschäftsmodell – nicht ohne Risiken
Die Idee klingt einfach und faszinierend: Der Anleger erwirbt von einem Unternehmen direkt das Eigentum an Containern und das Unternehmen mietet diese zurück, zahlt dafür eine vertraglich garantierte Miete und kauft am Ende der Vertragslaufzeit die Container für 65% des ursprüngliches Wertes zurück. Das auf dem ersten Blick verlockende Geschäftsmodell, hat aber auch seine Tücken. Zwar wird der Anleger Eigentümer der Container und diese Rechtsstellung wird auch durch eine Insolvenz des mietenden Unternehmers nicht beeinträchtigt, aber Häfen und Reedereien können grundsätzlich Standgebühren und Entsorgungskosten vom Eigentümer fordern. Eine Neuvermietung der Container durch die Eigentümer nach der Pleite der P&R-Gruppe ist theoretisch möglich, dürfte aber mangels Fachkunde und geschäftlicher Kontakte kaum durchführbar sein.

Handlungsoptionen – nicht auf die lange Bank schieben?

Anleger stehen trotz der P&R-Pleite nicht schutzlos da. Es existieren verschieden Handlungsoptionen, die nicht auf die lange Bank geschoben werden sollten:

• Zunächst ist zu überprüfen, in welcher Form eine Teilnahme an dem Insolvenzverfahren der P&R-Gruppe durchgeführt werden kann, um das investierte Geld zu sichern. Anleger können so z.B. die garantierten Mietzahlungen für die Container zur Insolvenztabelle anmelden.
• Anleger sollten sich organisieren und ihre Interessen in schlagkräftigen Vereinigungen bündeln. Gemeinsam ist man stärker!
• In vielen Fälle kann auch der Verkauf der Container sinnvoll sein und in Betracht kommen. Bei der Magellan-Pleite konnte über 100.00 Container der Anleger verkauft und damit in vielen Fälle ein Totalverlust der Anleger vermieden werden.
• Häufig dürfte das Containerinvestment von einem Berater empfohlen worden sein, ohne dabei auf die Risiken ausreichend hingewiesen zu haben. Dann kommen Schadensersatzansprüche wegen fehlerhafter Anlageberatung in Betracht.

Es sollte wohlüberlegt sein, welche Handlungsoptionen ergriffen werden. Die Konsequenzen können äußerst weitreichend sein und sind ohne die Beratung durch einen Experten bzw. Fachanwalt kaum abschätzbar. Gerne prüfen wir Ihren Fall und erörtern sodann, die Pros und Cons der unterschiedlichen Möglichkeiten.

Kanzlei Mutschke

Wie können wir Ihnen helfen?

Die Mutschke Rechtsanwaltsgesellschaft mbH ist konsequent auf den Bereich des Wirtschaftsrechts spezialisiert. Hierzu gehört auch der hochriskante Handel mit Direktinvestments. Bei Problemen mit dieser Anlageform stehen wir Ihnen gerne beratend zur Seite. Unsere Fachanwälte beraten Sie schnell und kompetent!

Unsere Spezialseite zum Thema Insolvenz der P&R Gruppe finden Sie hier.



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