Schrottimmobilien

Seit Anfang der 90er-Jahre investierten etwa 300.000 Anleger in Deutschland in eine sogenannte Schrottimmobilie. In jüngster Vergangenheit hat der Verkauf von Schrottimmobilien wieder erheblich zugenommen. Oft wird der Verkauf als sichere Investition in der Krise angepriesen. Für viele Käufer bedeutet der Erwerb aber nahezu den finanziellen Ruin.

Mit dem Begriff der Schrottimmobilie ist in der Rechtssprache nicht gemeint, dass das erworbene Objekt baufällig oder abbruchreif ist, sondern der Begriff steht für Immobilien, die den Erwerbern

  • unter Vorspiegelung falscher Tatsachen
  • weit über Wert

verkauft wurden.

Viele Anleger wissen heute, dass Sie von falschen Versprechungen geblendet wurden. Lange Zeit schien es für die Betroffenen aber keine Hilfe zu geben, da die Verkäufer oder Vermittler häufig insolvent oder schlicht nicht mehr auffindbar waren. Seit 2006 hat die zunehmend anlegerfreundliche Rechtsprechung den Erwerbern aber die Möglichkeit gegeben, auch die finanzierende Bank in die Haftung zu nehmen.

In mehreren hundert Fällen der skizzierten Art ist es der Fachkanzlei bereits gelungen, für ihre Mandanten hervorragende Ergebnisse zu erzielen.

Woran erkenne ich eine Schrottimmobilie?

Auf eine Schrottimmobilie deutet in aller Regel bereits die Art und Weise des Verkaufes hin: Die Erwerber wurden unaufgefordert angerufen und mit der Frage geködert: „Wollen Sie nicht auch Steuern sparen, eine sichere Altersvorsorge schaffen, die sich von selbst trägt und die Sie mit Gewinn weiterveräußern können?“

Bei einem darauf folgenden Besuch des Beraters schilderte dieser den Erwerb einer Eigentumswohnung in den schönsten Farben. Auf Nachteile wurde regelmäßig nicht hingewiesen. Häufig wurde den Anlegern der Erwerb durch ein sogenanntes „Rund-um-Sorglos-Paket“, welches eine hundertprozentige Finanzierung durch eine Bank bereits beinhaltete, schnell und problemlos ermöglicht. Eine Besichtigung der Immobilie durch die Käufer war meistens nicht vorgesehen.

Erst nach dem Kauf der Immobilie zeigte sich dann, dass die versprochenen Mieteinnahmen nicht zu erzielen waren, zusätzliche Instandhaltungskosten etc. anfielen und die monatlichen Ausgaben weit höher waren als prognostiziert. Verkaufsbemühungen offenbarten den geprellten Anlegern zudem, dass der Kaufpreis weit überteuert war.

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